So funktioniert es
Ein Tipp, eine Frist und ein ruhiger Plan B
Du legst fest, bis wann du dich meldest. Kommt dein Check-in nicht, erinnert Ondira zuerst dich. Erst wenn auch das unbeantwortet bleibt, bekommen die Menschen, die du ausgewählt hast, eine E-Mail. Hier steht genau, was wann passiert.
Gratis-Version · Plus CHF 3 pro Monat oder CHF 30 pro Jahr
Die vier Schritte im Überblick
Einmal einrichten, das dauert etwa fünf Minuten. Im Alltag bleibt davon ein Tipp.
Rhythmus und Deadline festlegen
Gratis meldest du dich alle 1 bis 7 Tage, mit Plus auch alle 8 oder 12 Stunden oder nach einem Wochenplan.
Auf „Ich bin da“ tippen
App öffnen, einmal tippen, fertig: Damit beginnt dein nächstes Intervall, und niemand bekommt eine Nachricht.
Zuerst wirst du erinnert
Ondira erinnert dich 60 und 15 Minuten vor der Deadline und noch einmal kurz danach, per Push-Nachricht und per E-Mail.
Dann deine Kontakte, Stufe für Stufe
Bleibt auch die Erinnerung ohne Antwort, bekommen deine Vertrauenskontakte eine ruhig formulierte E-Mail, in der Reihenfolge, die du festgelegt hast.
Deadline, Gnadenfrist und Ruhezeit
Jede Regel in Ondira hat eine Deadline: den Zeitpunkt, bis zu dem dein Check-in angekommen sein soll. Tippst du vorher auf „Ich bin da“, ist alles erledigt. Das nächste Intervall beginnt, und deine Kontakte hören nichts von der App.
Läuft die Deadline ab, schlägt Ondira nicht sofort Alarm. Es folgt eine Gnadenfrist, standardmässig zwei Stunden, die du in den Einstellungen anpassen kannst. In dieser Zeit wirst nur du erinnert. Ein vergessener Tipp bleibt so eine Sache zwischen dir und der App. Und in deiner Ruhezeit, also wenn du normalerweise schläfst, verschickt Ondira keine Alarme: Die Gnadenfrist beginnt dann erst danach.
Wenn du unterwegs bist und nicht in die App kommst, kannst du dich auch über den Web-Check-in-Link melden, den du aus der App oder aus der Erinnerungs-E-Mail öffnest. Für den Check-in braucht es kurz eine Internetverbindung. Bist du länger offline, etwa auf einer Bergtour, stell den Rhythmus vorher weit genug ein.
Die Eskalationskette: wer wann informiert wird
Du entscheidest, wer auf welcher Stufe steht. Mit Ondira Plus sind es bis zu 20 Kontakte in drei Gruppen, in der Gratis-Version ein Kontakt. Ondira schreibt nur den Menschen, die du selbst eingetragen hast, und nur aus diesem einen Anlass.
0. Erinnerung an dich
Vor der Deadline und kurz danach: Push-Nachricht und E-Mail an dich. Dann zwei Stunden Gnadenfrist. Noch erfährt niemand sonst etwas.
1. „Sofort informieren“
Nach der Gnadenfrist bekommen die Menschen, die dir am nächsten sind, als Erste eine E-Mail. Meist reicht ein Anruf von ihnen, und alles ist geklärt. In der Gratis-Version ist das dein einer Kontakt.
2. „Danach informieren“
Mit Plus: Hat nach 24 Stunden niemand bestätigt, dass es dir gut geht, folgt die nächste Gruppe, zum Beispiel Geschwister oder eine Freundin in der Nähe.
3. „Weitere Hilfe“
Mit Plus, nach 72 Stunden: die letzte Gruppe für Menschen, die vor Ort nachsehen können, etwa eine Nachbarin oder der Hauswart.
Was in der E-Mail steht und was der Kontakt tun kann
Die E-Mail ist bewusst ruhig. Sie nennt, wann du dich zuletzt gemeldet hast und dass für den vereinbarten Zeitraum kein Check-in eingegangen ist. Sie sagt ausdrücklich, dass das nichts heissen muss: Vielleicht war der Akku leer oder der Tag hektisch. Und sie bittet darum, kurz nachzufragen.
Über einen Link in der E-Mail öffnet der Kontakt eine Statusseite. Dort sieht er, ob der Fall noch offen ist. Hat er dich erreicht und geht es dir gut, tippt er auf „Person erreicht – es geht ihr gut“ und bestätigt das noch einmal. Damit ist der Alarmfall beendet, und du wirst darüber informiert. Wichtig: Das blosse Öffnen des Links bestätigt nichts. Niemand kann aus Versehen Entwarnung geben.
Danach solltest du selbst kurz einchecken. Erst dein eigener Check-in startet ein neues Intervall. Kontakte brauchen für all das keine App und kein Konto, nur eine E-Mail-Adresse.
Standort: nur, wenn du willst, und nur beim Check-in
Ondira fragt den Standort nur ab, wenn du das in der App einschaltest, und dann nur im Moment deines Check-ins. Zwischen zwei Check-ins läuft nichts mit. Es gibt keine Live-Ortung, kein Hintergrund-Tracking und kein Bewegungsprofil. Kamera und Mikrofon nutzt die App nicht.
Deine Kontakte sehen den Standort nur im Ernstfall: Bleibt dein Lebenszeichen aus, steht der zuletzt beim Check-in übermittelte Ort als Kartenlink in der E-Mail an sie. Das geht auch in der Gratis-Version.
Und wenn technisch etwas ausfällt?
Eine App, die im Ernstfall Bescheid geben soll, muss auch dann zuverlässig sein, wenn ein Dienst hakt. Deshalb ist jede Benachrichtigung bei Ondira ein eigener Auftrag. Lehnt der Versanddienst ihn vorübergehend ab, versucht Ondira es bis zu fünfmal, mit wachsenden Abständen. Jeder Versuch wird protokolliert, und schon ein einzelner offener oder fehlgeschlagener Versand löst eine Meldung an uns aus. Ein Versand gilt als erledigt, wenn der E-Mail-Dienst ihn angenommen hat. Ob die Nachricht gelesen wurde, kann niemand garantieren. Darum gibt es mehrere Gruppen und die Bestätigung über die Statusseite.
Ondira ist kein Notrufdienst und ruft keine Leitstelle und keine Rettung. Wenn jemand jetzt Hilfe braucht, gilt in der Schweiz: Sanität 144, Euro-Notruf 112, Rega 1414.
Häufige Fragen zur Funktionsweise
Wie funktioniert eine Lebenszeichen-App?
Du meldest dich in einem festen Rhythmus mit einem Tipp. Bleibt das Lebenszeichen bis zur Deadline aus, erinnert Ondira zuerst dich. Reagierst du auch darauf nicht, bekommen deine Vertrauenskontakte eine E-Mail mit der Bitte, kurz nachzufragen.
Was ist ein Totmannschalter oder eine Dead-Man’s-Switch-App?
Ein Totmannschalter löst etwas aus, wenn eine regelmässige Handlung ausbleibt. Ondira funktioniert nach diesem Prinzip, aber ruhiger: Es informiert Menschen, denen du vertraust, und zwar erst nach einer Erinnerung an dich und Stufe für Stufe.
Was passiert, wenn ich die Check-in-Deadline verpasse?
Zuerst nur Erinnerungen an dich, per Push-Nachricht und E-Mail. Checkst du innerhalb der Gnadenfrist von standardmässig zwei Stunden ein, erfährt niemand etwas. Erst danach werden deine Kontakte auf der Stufe „Sofort informieren“ benachrichtigt.
Wie beendet ein Kontakt den Alarm?
Über den Link in der E-Mail öffnet er eine Statusseite und bestätigt dort ausdrücklich „Person erreicht – es geht ihr gut“. Das Öffnen der Seite allein bestätigt nichts. Danach solltest du selbst einchecken, damit ein neues Intervall beginnt.
Kann ich auch ohne App einchecken?
Ja, über den Web-Check-in-Link, den du aus der App oder aus der Erinnerungs-E-Mail öffnest. Dafür brauchst du kurz eine Internetverbindung.
Brauchen meine Kontakte die App?
Nein. Sie brauchen nur eine E-Mail-Adresse. Wer möchte, kann die App zusätzlich nutzen.
Ruft Ondira im Notfall die Ambulanz?
Nein. Ondira benachrichtigt nur deine Kontakte per E-Mail und ersetzt keinen Notruf. Bei einem akuten Notfall ruf 144 oder 112. Wer nach einem Sturz selbst Hilfe rufen will, ist mit einem Hausnotruf besser bedient, den Vergleich findest du auf unserer Seite zum Hausnotruf.
Fünf Minuten einrichten, danach ein Tipp
Leg deinen Rhythmus fest und trag ein oder zwei Menschen ein, denen du vertraust. Oder richte Ondira gemeinsam mit jemandem ein, der dir wichtig ist.
Du richtest Ondira für jemanden ein? Installiert die App gemeinsam auf dem Handy der Person, die sich meldet.
Gratis-Version ohne Kreditkarte. Plus kündbar auf Ende der Laufzeit.
Feedback & Neuigkeiten
Möchtest du erfahren, was sich an Ondira ändert? Trag deine E-Mail-Adresse ein. Feedback und Wünsche nehmen wir gern unter support@ondira.app entgegen.
